Zu diesem Blogbeitrag möchte ich gar nicht viel sagen. Diesmal habe ich die Stimme einfach mal an mein Modell, die Alex, weitergegeben.

Sie hat Ihre Sichtweise auf das Shooting mal in Worten festgehalten. Bitteschön!

„Wo Bäume sind, ist Poesie“ (Monika Minder) an diesen kleinen einfachen Satz musste ich denken, als ich von Matthias Knapstein die Frage gestellt bekommen habe, ob ich Interesse und Zeit für eine neue fotografische Umsetzung – „der Baumstammserie“ – habe.

Generell bin ich immer offen für die Fotografie jeglicher Art, da man sich hier sehr gut entfalten und den Augenblick des Lebens fotografisch für die Ewigkeit festhalten kann. Man kann sich in vielerlei Hinsicht austoben, was im Alltag vielleicht nicht immer so möglich ist. Von daher habe ich mich sehr gefreut auf das neue fotografische Abenteuer mit Matthias. Abtauchen…ab in den Wald, die Natur wieder spüren zu können und den Ideen freien Lauf zu lassen, das war ein toller Gedanke. Und Poesie steckt doch irgendwie in jedem Bild, wie passend.

Vorbereitungen zu dieser Serie gab es nicht wirklich. Ein paar Ideen wurden vorab ausgetauscht, der Termin wurde vereinbart und dann ging es auch schon los. Ab ins Ungewisse…keiner von uns beiden wusste so genau, was dabei raus kommen wird. Und das ist auch gut so, so bleibt es spannend, man ist nicht verkrampft auf ein bestimmtes Bild oder auf eine bestimmte Umsetzung fixiert. Die eigentlichen Ideen entstanden vor Ort mit Hilfe einer sehr guten Teamarbeit.

Im Wald angekommen zeigte mir Matthias seine vorab ausgewählte Stelle, ein umgeknickter Baumstamm, mitten im Wald und ruhig abgelegen. Das richtige Licht wurde ausgewertet und dann starteten wir mit ein paar Testbildern. Die Kreativität und das Ideenreichtum beiderseits konnte nun seinen Raum einnehmen.

Im Moment der Umsetzung der einzelnen Bilder habe ich versucht, mich auf den Wald, die Ruhe und die Entspannung einzulassen. Das war Anfang nicht so einfach. Der Alltag bestimmt uns so sehr, dass wir die kleinen Dinge um uns herum schnell verdrängen oder sogar vergessen. Umso schöner war es, dass der Verlauf des Shootings von Matthias fotografisch festgehalten wurde.

Der einfache Mensch, ohne Konsumgüter, ohne den Alltag, ohne alles, einfach nur der Mensch an sich und die Natur und die frische Luft, die Bäume, die Tiere und die Erde.
Im Ergebnis ist eine tolle Baumstammserie entstanden, welche die harmonische, ausgeglichene und ruhige Art zwischen Mensch und Natur ausstrahlt. Andererseits entstanden auch Bilder mit einem Hauch von Melancholie, einem Ausdruck von Traurigkeit und Nachdenklichkeit.

In den ersten drei Bildern erkennt man, wie sehr es mir gut tut, einfach den Baum zu spüren, das Sonnenlicht und die Ruhe zu genießen und einfach frei zu sein. Keine Last zu tragen, an nichts zu denken, keine Verpflichtungen zu haben, einfach im „Hier und Jetzt“ zu leben, Kraft tanken zu können und mich treiben zu lassen.

Ganz anders waren die Gedanken bei den Bildern 4 und 5. Hier waren wir am Anfang des Shootings. Ich musste mich erst noch einfinden in die Natur, der Umgebung. Ich war traurig gestimmt…mir kam direkt der Gedanke, dass ich in letzter Zeit selten im Wald war. Es fiel mir auf, dass es sehr ruhig war und ich vergessen habe, wie das ist, vor lauter Alltagsstress. So verfiel ich ein wenig in Traurigkeit, versuchte mich mit dem Baumstamm zu erden, die Umgebung und den kleinen Käfer auf meiner Hand zu beobachten, habe dabei über mein tägliches Leben nachgedacht und war traurig, wie wenig ich die Natur in letzter Zeit genutzt habe um kleine Alltagspausen einzulegen, obwohl es so einfach ist.

Und diese ganzen Gefühle, Ausdrücke und Augenblicke, dieser Hauch von Poesie hat Matthias sehr erfolgreich, wie ich finde, für die Fotografie genutzt. Poesie in Bildern umzusetzen ist wirklich etwas Großartiges.
Er hat mich einfach auch mal machen lassen und die Momente beobachtet, bis das Licht, die Stimmung und die Art und Weise für die fotografische Umsetzung passend waren. Ein paar Tipps, ein paar Hinweise zu Position, wie der Arm oder das Bein oder der Kopf besser liegen sollte, mehr passierte eigentlich nicht. Es gab keinerlei Zeitdruck oder Druck direkt das passende Bild zu bekommen.

Das war auch das tolle an der Zusammenarbeit mit Matthias. Die Atmosphäre war von Anfang an ziemlich entspannt, locker und gelöst, auch verbunden mit lustigen Momenten, sodass es mir auch nicht schwer fiel „in Natura“ vor der Kamera zu stehen. Im Gegenteil, dadurch habe ich mal die Erfahrung gemacht, wie es ist, einfach so „frei zu sein“ und der Natur mal wieder näher zu kommen. Bei dieser Serie habe ich, die ruhige Art, die Kreativität an Ideen und die Ausdauer von Matthias sehr geschätzt. Ich fühlte mich während des ganzen Shootings sehr gut aufgehoben, hatte keine Sorge etwas falsch zu machen und durfte mich auch ausprobieren, indem ich auch mal meine spontanen Ideen einfließen ließ.

In Summe war es eine abenteuerliche, sehr gelungene Zusammenarbeit mit einem guten Fotografen an der Seite, der das Auge für den Moment und die Details hat, dabei immer sehr geduldig ist und den Spaß an der Sache dabei im Vordergrund sieht.
Dass dabei eine tolle, ausdrucksstarke Baumstammserie umgesetzt werden konnte, hat mich sehr gefreut und es macht jetzt schon wieder Lust und Laune auf ein mögliches, neues, kreatives Projekt mit Matthias.

So, zum Schluss ergreife ich noch mal kurz das Wort. Ich möchte mich bei der Alex für Ihr Vertrauen bedanken, dass bei einem solchen Shooting natürlich von enormer Wichtigkeit ist. Danke und Respekt auch für die ehrlichen Worte.

Wie immer freue ich mich auch über eure Meinung, die gerne unten in den Kommentaren hinterlassen werden kann.

Bis demnächst!